„Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze“   (24.9. – 20.3.2011, Köln, EXPO XXI, Gladbacher Wall)

Das spektakuläre Ausstellungskonzept mit über 1.000 aufwendig gefertigten Repliken präsentiert den Grabschatz des Tutanchamun so, wie ihn der Entdecker Howard Carter im November 1922 vorgefunden hat. Ein einzigartiges Erlebnis, denn die Grabbeigaben sind in dieser Vollständigkeit nirgendwo sonst auf der Welt zu sehen, nicht einmal in Ägypten. Nach den legendären Ausstellungen „Tutanchamun" (1980 im Kölnischen Stadtmuseum) und „Tutanchamun – Das goldene Jenseits" (2004/05 in der Bundeskunsthalle Bonn) setzt die Ausstellung „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze" nun einen weiteren Akzent:

Wie in einem Roman können die Besucher die spannende Ausgrabungsgeschichte nacherleben. Erstmals wird es möglich, die Schätze des Alten Ägypten in der originalen Fundsituation zu betrachten. Neue konzeptionelle Bausteine und eine Begleitausstellung machen das Kölner Gastspiel zum bisher umfangreichsten der Tutanchamun-Tournee.

 

Vibracion. Moderne Kunst aus Lateinamerika (17.9. – 30.1.2011, Bonn, Kunsthalle)

Das reiche kulturelle Erbe des lateinamerikanischen Kontinents hat das europäische Publikum seit jeher fasziniert. Das gilt auch für die Kunst und die Literatur des 20. Jahrhunderts, die in der europäischen Wahrnehmung wesentlich vom magischen Realismus (z. B. Gabriel García Márquez) geprägt wurden. Umso bedeutender erscheint die thematische Ausrichtung dieser Ausstellung, die die dynamische Entwicklung der abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts in Lateinamerika – einem hierzulande vernachlässigten Wirkungsraum der Moderne – in ein neues Licht rückt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Ella Fontanals-Cisneros Collection, die bei ihrer Präsentation in den USA großes Aufsehen erregte und jetzt erstmals in Europa gezeigt wird.

Mit über 200 Werken der Malerei, Skulptur, Zeichnung und Fotografie werden die wichtigsten Positionen der geometrischen Abstraktion in Lateinamerika vorgestellt – einer breiten Kunstströmung, die die figurativen Erzählmuster der präkolumbischen, indigenen Malerei verlässt und durch Struktur, Farbe, Form und Rhythmus eine neuartige, bewusste Wahrnehmung der Wirklichkeit einfordert. Diese Schule des neuen Sehens entwickelte sich im großstädtischen Milieu und im intensiven Dialog mit den europäischen Kunstbewegungen, beginnend mit der konkreten Kunst der 30er und 40er Jahre bis zur Op-Art und der kinetischen Kunst der 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung stellt die wichtigsten Entwicklungslinien innerhalb der abstrakt-geometrischen Kunst sowie ihre lebendigsten Zentren in Lateinamerika vor – allem voran in Argentinien, Brasilien, Uruguay und Venezuela. Die thematisch gegliederten Werkgruppen bieten durch überraschende visuelle Verbindungen zwischen den einzelnen Gattungen, Tendenzen und Künstlergenerationen neue Betrachtungsweisen eines wenig bekannten Kapitels der internationalen Moderne. Hierzu haben die in der Ausstellung vertretenen Künstler wie Joaquín Torres-García, Lygia Clark, Lucio Fontana, Julio Le Parc, Hélio Oiticica, Hércules Barsotti, Carmen Herrera, Alejandro Otero, Carlos Cruz-Diez und Jesús Rafael Soto einen wesentlichen Beitrag geleistet.

Eine bedeutende Rolle im kulturellen Austausch zwischen den Kontinenten spielten europäische Künstler, die zur Zeit des Nationalsozialismus nach Lateinamerika auswanderten. Viele von ihnen konnten hier nur allmählich Fuß fassen, die meisten wurden in ihren Heimatländern vergessen. Mit einer repräsentativen Werkauswahl werden in Bonn drei jüdische Emigrantinnen vorgestellt, die es allen Widrigkeiten zum Trotz vermocht haben, in der neuen Welt einen eigenen erfolgreichen künstlerischen Weg einzuschlagen: die Fotografin Grete Stern, die Architektin und Bildhauerin Gego (Gertrud Goldschmidt) und die Malerin Mira Schendel. Ihr Lebenswerk feiert heute eine verdiente Wiederentdeckung.

 

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Bonner City-Museen locken mit neuem Programm

Auch in den kommenden Monaten haben die Bonner City-Museen wieder viele Veranstaltungen und Ausstellungen im Programm. Das Beethoven-Haus bietet beispielsweise zwei neue Ausstellungen an. Bis zum 5.9. wird der Beethoven-Biograph Alexander Wheelock Thayer porträtiert. Ab dem 7.9. gibt es die Ausstellung „Ins Offene. Beethovens Kammermusik mit Klavier". Hier werden zyklische Aufführungen von Beethovens Klaviertrios und seinen Violinsonaten angeboten.

Das Ägyptische Museum der Universität Bonn, präsentiert noch bis zum 19.9. neben zahlreichen Kinderworkshops, die Ausstellung "Alfred Wiedemann - Die Anfänge der Ägyptologie in Bonn". Das LVR-Landesmuseum Bonn lockt unter anderem am 28.8. mit einem Familientag unter dem Motto „Feuer und Flamme für Kinder".

Zu beachten ist, dass das Stadtmuseum und die Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus vom 19.7. - 12. 9. eine Sommerpause einlegen. Auch das Akademische Kunstmuseum schließt in den Ferien und zwar den gesamten August.

Alle Ausstellungen, Veranstaltungen, Öffnungszeiten und Preise listet ein städtisches Faltblatt auf, das ab sofort kostenlos an allen städtischen Informationsstellen ausliegt und auf www.bonn.de heruntergeladen werden kann.

 

Roy Lichtenstein. Kunst als Motiv (2.7. - 3.10., Köln)

Mit „Roy Lichtenstein - Kunst als Motiv" richtet das Museum Ludwig den Blick auf einen wesentlichen Komplex im Oeuvre dieses Großmeisters der Pop Art. Neben Motiven aus Warenwelt und Comics schöpfte Lichtenstein immer wieder aus dem reichen Fundus kunsthistorischer Bildprogramme. Ästhetische Kanons von Expressionismus und Futurismus bis Bauhaus und Art Deco, Künstlerheroen von Picasso oder Matisse bis Mondrian oder Dali wurden von Lichtenstein analysiert und in seiner eigenen Bildsprache paraphrasiert.

So entstand ein faszinierend hintergründiges, meist ironisches Zusammenspiel aus Wesenszügen der jeweiligen Urbilder und deren subtiler Interpretation im für Lichtenstein typischen Formvokabular aus Farbflächen und Rasterpunkten.

Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln, www.museum-ludwig.de

 

Thomas Schütte (15.7. – 1.11., Bonn, Kunsthalle)

Thomas Schütte zählt international zu den bedeutendsten deutschen Künstlern. Mehrfach wurde er auf der documenta ausgestellt und erhielt 2005 den Goldenen Löwen der Kunstbiennale von Venedig. Schüttes Kunst zeichnet sich durch Sprünge aus, durch den stetigen Wechsel von Material und Format.

Die Schau gibt einen einzigartigen Überblick über die Entwicklung seines Werks, das bereits drei Jahrzehnte überspannt. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Museo Reina Sofia, Madrid, und führt die monographischen Ausstellungen deutscher Maler wie Gerhard Richter, Sigmar Polke, Georg Baselitz und Markus Lüpertz fort.

 

 

Afghanistan. Gerettete Schätze - Die Sammlung des Nationalmuseums in Kabul (11.6.-3.10., Bonn, Kunsthalle)

Erstmals in Deutschland präsentiert die Kunst- und Ausstellungshalle den legendären Nationalschatz Afghanistans, der wie durch ein Wunder Jahre des Bürgerkriegs und der Zerstörung überdauert hatte. Die spektakulären Gold-, Silber- und Elfenbeingegenstände sind Zeugen des Königreichs Baktrien, einer Zivilisation, die sich im antiken Afghanistan an den Schnittstellen der Kulturen entlang der Seidenstraße entfaltete und so zum Schmelztiegel der unterschiedlichen kulturellen Strömungen aus Ost und West wurde. Infolge des Alexanderfeldzugs um 330 v. Chr. zogen mehr und mehr Griechen und Makedonier in die antike Kulturlandschaft, wo sie die baktrische Hochkultur mitbegründeten.

In der Ausstellung ist die Synthese der Kulturen sofort erkennbar. Bei den gezeigten Exponaten verschmelzen griechische, persische und indische Motive. So findet sich z.B. eine detailreich gearbeitete Aphrodite mit Engelsflügeln und indischem Bindi (Stirnpunkt) neben einem auf einem Delphin reitenden Amor.

Die Highlights der Präsentation sind Funde aus vier bedeutenden archäologischen Stätten des Landes. Aus dem bronzezeitlichen Tepe Fullol im antiken Baktrien (ca. 2000 v. Chr.) stammen filigran gearbeitete Gold- und Silberobjekte – die ältesten Stücke der Ausstellung. Aus Ai Khanum, einer von Alexander dem Großen gegründeten Stadt (4.-2.Jh. v. Chr.), werden Zeugnisse der griechisch-hellenistischen Einflüsse am Rande der Steppe präsentiert.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die imposanten Goldfunde aus den sechs Gräbern in Tillya Tepe (1.Jh. n. Chr.). Den Abschluss bilden die großartigen Funde von Begram. Die kunstvoll gearbeiteten Elfenbeinobjekte (1.Jh. n. Chr.) zeugen vom indischen Einfluss in dieser Region.

 

 

Argelander und sein astronomisches Erbe (Bonn, Deutsches Museum)

Das Deutsche Museum Bonn präsentiert in der Ausstellung „Bonner Durchmusterungen – Argelander und sein astronomisches Erbe“ bis zum 5.4. Argelanders Karten- und Katalogwerk. Der Direktor der Bonner Sternwarte Friedrich Wilhelm August Argelander erstellte im 19. Jahrhundert mit seinen Mitarbeitern das als „Bonner Durchmusterung“ berühmt gewordene Verzeichnis des nördlichen Sternenhimmels mit Positionen von über 324 000 Sternen.

Sie bildeten mit ihren Messungen ein Fundament erfolgreicher Wissenschaft und verschafften dem astronomischen Forschungsstandort Bonn großes Ansehen. Ausgestellt werden auch besonders seltene Instrumente und Dokumente.

Anlass ist das Internationale Jahr der Astronomie 2009 und das 150-jährige Jubiläum der „Bonner Durchmusterung“.

 

 

Bonner Kleinod - das Frauenmuseum

Das Frauenmuseum wurde von Marianne Pitzen, der heutigen Direktorin, und einer Gruppe interdisziplinär arbeitender Frauen 1981 gegründet. Damals war das Museum einzigartig in seiner Form und heute ist es eine international anerkannte Institution.

In den nun schon über 400 themengebundenen Ausstellungen und umfangreichen Begleitprogrammen arbeiten Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen zusammen, dabei entstehen sowohl Einzel- als auch Gruppenausstellungen.

Neben der bildenen Kunst wird mit weiblicher Kreativität und Vielfalt auch Tanz, Musik und Literatur gefördert.

 

 

Das Ägyptische Museum

Das Ägyptische Museum besteht seit März 2001. Der Grundstock geht in das 19. Jahrhundert zurück und gehörte damals noch zur Antikensammlung der Klassischen Archäologie. Während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Bestand durch zahlreiche Stücke aus verschiedenen Grabungen in Ägypten erweitert. Die rund 700 Objekte der Dauerausstellung, wie vergoldete Mumienmasken und Götterfi guren, vermitteln einen lebendigen Eindruck der Hochkultur und des Totenkults am Nil. 

www.aegyptisches-museum.unibonn.de

 

Die zehn weltweit populärsten Kunstmuseen bei TripAdvisor: die Klassiker vorne - Deutschland nicht vertreten

München (ots) - In Deutschland lebende Kulturfreunde müssen sich wohl oder übel auf Reisen begeben, wenn sie eines der zehn weltweit populärsten Kunstmuseen besuchen möchten. Dies gilt zumindest, wenn man die aktuelle Rangliste von TripAdvisor, der weltweit größten Online-Reise-Community, zugrunde legt. Diese basiert auf der Anzahl der Mausklicks für die Museen auf den Webseiten von TripAdvisor. Hier liegen die Klassiker auf den vorderen Plätzen, während man ein deutsches Kunstmuseum in der Top-Ten-Liste vergeblich sucht. Die gute Nachricht ist, dass jede der Heimatstädte der populärsten Kunstmuseen auf jeden Fall eine Reise wert ist - ob mit oder ohne Museumsbesuch. mehr

 

Botanischer Garten der Universität Bonn

Aus einem alten Renaissance-Garten hervorgegangen, nennt die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn einen der schönsten und traditionsreichsten Botanischen Gärten Deutschlands ihr eigen.

Rund 8000 Pflanzenarten, also das Vielfache der in der Bundesrepublik natürlich vorkommenden Arten, werden auf 6,5 Hektar kultiviert.

Man nimmt heute an, daß es weltweit etwa 30 Millionen verschiedene Pflanzen- und Tierarten gibt; davon sind knapp 1,4 Millionen Arten bekannt und mit einem wissenschaftlichen Namen belegt. Die restlichen 95 % werden wir nie mehr vollständig kennenlernen: Die Zerstörung der Habitate (insbesondere der Regenwälder) schreitet schneller voran als eine Bestandsaufnahme möglich ist.

Und gerade hier, in der dringend notwendigen Erforschung der Vielfalt und Ökologie sowie des Schutzes von

 

 

 

 

 

 

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www.bonner-galerien.de - Bonner Galerien stellen sich vor

XWorks - Museen und Galerien im Rheinland - Kunst- und Kulturführer Köln/Bonn/Rhein-Sieg.

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