Das spektakuläre
Ausstellungskonzept mit über 1.000 aufwendig gefertigten Repliken
präsentiert den Grabschatz des Tutanchamun so, wie ihn der Entdecker Howard
Carter im November 1922 vorgefunden hat. Ein einzigartiges Erlebnis, denn
die Grabbeigaben sind in dieser Vollständigkeit nirgendwo sonst auf der Welt
zu sehen, nicht einmal in Ägypten. Nach den legendären Ausstellungen
„Tutanchamun" (1980 im Kölnischen Stadtmuseum) und „Tutanchamun – Das
goldene Jenseits" (2004/05 in der Bundeskunsthalle Bonn) setzt die
Ausstellung „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze" nun einen weiteren
Akzent: Wie in einem Roman können die Besucher die spannende
Ausgrabungsgeschichte nacherleben. Erstmals wird es möglich, die Schätze des
Alten Ägypten in der originalen Fundsituation zu betrachten. Neue
konzeptionelle Bausteine und eine Begleitausstellung machen das Kölner
Gastspiel zum bisher umfangreichsten der Tutanchamun-Tournee.
Das reiche kulturelle Erbe des
lateinamerikanischen Kontinents hat das europäische Publikum seit jeher
fasziniert. Das gilt auch für die Kunst und die Literatur des 20.
Jahrhunderts, die in der europäischen Wahrnehmung wesentlich vom magischen
Realismus (z. B. Gabriel García Márquez) geprägt wurden. Umso bedeutender
erscheint die thematische Ausrichtung dieser Ausstellung, die die dynamische
Entwicklung der abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts in Lateinamerika –
einem hierzulande vernachlässigten Wirkungsraum der Moderne – in ein neues
Licht rückt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Ella
Fontanals-Cisneros Collection, die bei ihrer Präsentation in den USA großes
Aufsehen erregte und jetzt erstmals in Europa gezeigt wird. Mit über 200 Werken der Malerei,
Skulptur, Zeichnung und Fotografie werden die wichtigsten Positionen der
geometrischen Abstraktion in Lateinamerika vorgestellt – einer breiten
Kunstströmung, die die figurativen Erzählmuster der präkolumbischen,
indigenen Malerei verlässt und durch Struktur, Farbe, Form und Rhythmus eine
neuartige, bewusste Wahrnehmung der Wirklichkeit einfordert. Diese Schule
des neuen Sehens entwickelte sich im großstädtischen Milieu und im
intensiven Dialog mit den europäischen Kunstbewegungen, beginnend mit der
konkreten Kunst der 30er und 40er Jahre bis zur Op-Art und der kinetischen
Kunst der 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung stellt die
wichtigsten Entwicklungslinien innerhalb der abstrakt-geometrischen Kunst
sowie ihre lebendigsten Zentren in Lateinamerika vor – allem voran in
Argentinien, Brasilien, Uruguay und Venezuela. Die thematisch gegliederten
Werkgruppen bieten durch überraschende visuelle Verbindungen zwischen den
einzelnen Gattungen, Tendenzen und Künstlergenerationen neue
Betrachtungsweisen eines wenig bekannten Kapitels der internationalen
Moderne. Hierzu haben die in der Ausstellung vertretenen Künstler wie
Joaquín Torres-García, Lygia Clark, Lucio Fontana, Julio Le Parc, Hélio
Oiticica, Hércules Barsotti, Carmen Herrera, Alejandro Otero, Carlos
Cruz-Diez und Jesús Rafael Soto einen wesentlichen Beitrag geleistet. Eine bedeutende Rolle im
kulturellen Austausch zwischen den Kontinenten spielten europäische
Künstler, die zur Zeit des Nationalsozialismus nach Lateinamerika
auswanderten. Viele von ihnen konnten hier nur allmählich Fuß fassen, die
meisten wurden in ihren Heimatländern vergessen. Mit einer repräsentativen
Werkauswahl werden in Bonn drei jüdische Emigrantinnen vorgestellt, die es
allen Widrigkeiten zum Trotz vermocht haben, in der neuen Welt einen eigenen
erfolgreichen künstlerischen Weg einzuschlagen: die Fotografin Grete Stern,
die Architektin und Bildhauerin Gego (Gertrud Goldschmidt) und die Malerin
Mira Schendel. Ihr Lebenswerk feiert heute eine verdiente Wiederentdeckung.
Bonner City-Museen locken mit neuem
Programm Auch in den kommenden Monaten haben
die Bonner City-Museen wieder viele Veranstaltungen und Ausstellungen im
Programm. Das Beethoven-Haus bietet beispielsweise zwei neue Ausstellungen an.
Bis zum 5.9. wird der Beethoven-Biograph Alexander Wheelock Thayer porträtiert.
Ab dem 7.9. gibt es die Ausstellung „Ins Offene. Beethovens Kammermusik mit
Klavier". Hier werden zyklische Aufführungen von Beethovens Klaviertrios und
seinen Violinsonaten angeboten. Das Ägyptische Museum der
Universität Bonn, präsentiert noch bis zum 19.9. neben zahlreichen
Kinderworkshops, die Ausstellung "Alfred Wiedemann - Die Anfänge der Ägyptologie
in Bonn". Das LVR-Landesmuseum Bonn lockt unter anderem am 28.8. mit einem
Familientag unter dem Motto „Feuer und Flamme für Kinder". Zu beachten ist, dass das
Stadtmuseum und die Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus
vom 19.7. - 12. 9. eine Sommerpause einlegen. Auch das Akademische Kunstmuseum
schließt in den Ferien und zwar den gesamten August. Alle Ausstellungen, Veranstaltungen,
Öffnungszeiten und Preise listet ein städtisches Faltblatt auf, das ab sofort
kostenlos an allen städtischen Informationsstellen ausliegt und auf www.bonn.de
heruntergeladen werden kann.
Mit „Roy Lichtenstein - Kunst als
Motiv" richtet das Museum Ludwig den Blick auf einen wesentlichen Komplex im
Oeuvre dieses Großmeisters der Pop Art. Neben Motiven aus Warenwelt und Comics
schöpfte Lichtenstein immer wieder aus dem reichen Fundus kunsthistorischer
Bildprogramme. Ästhetische Kanons von Expressionismus und Futurismus bis Bauhaus
und Art Deco, Künstlerheroen von Picasso oder Matisse bis Mondrian oder Dali
wurden von Lichtenstein analysiert und in seiner eigenen Bildsprache
paraphrasiert. So entstand ein faszinierend
hintergründiges, meist ironisches Zusammenspiel aus Wesenszügen der jeweiligen
Urbilder und deren subtiler Interpretation im für Lichtenstein typischen
Formvokabular aus Farbflächen und Rasterpunkten. Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz,
50667 Köln,
www.museum-ludwig.de
Thomas Schütte zählt international
zu den bedeutendsten deutschen Künstlern. Mehrfach wurde er auf der documenta
ausgestellt und erhielt 2005 den Goldenen Löwen der Kunstbiennale von Venedig.
Schüttes Kunst zeichnet sich durch Sprünge aus, durch den stetigen Wechsel von
Material und Format. Die Schau gibt einen einzigartigen
Überblick über die Entwicklung seines Werks, das bereits drei Jahrzehnte
überspannt. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Museo Reina Sofia,
Madrid, und führt die monographischen Ausstellungen deutscher Maler wie Gerhard
Richter, Sigmar Polke, Georg Baselitz und Markus Lüpertz fort.
Erstmals in Deutschland präsentiert die
Kunst- und Ausstellungshalle den legendären Nationalschatz
Afghanistans, der wie durch ein Wunder Jahre des Bürgerkriegs
und der Zerstörung überdauert hatte. Die spektakulären Gold-,
Silber- und Elfenbeingegenstände sind Zeugen des Königreichs
Baktrien, einer Zivilisation, die sich im antiken Afghanistan an
den Schnittstellen der Kulturen entlang der Seidenstraße
entfaltete und so zum Schmelztiegel der unterschiedlichen
kulturellen Strömungen aus Ost und West wurde. Infolge des
Alexanderfeldzugs um 330 v. Chr. zogen mehr und mehr Griechen
und Makedonier in die antike Kulturlandschaft, wo sie die baktrische Hochkultur mitbegründeten. In der Ausstellung ist die Synthese der
Kulturen sofort erkennbar. Bei den gezeigten Exponaten
verschmelzen griechische, persische und indische Motive. So
findet sich z.B. eine detailreich gearbeitete Aphrodite mit
Engelsflügeln und indischem Bindi (Stirnpunkt) neben einem auf
einem Delphin reitenden Amor. Die Highlights der Präsentation sind
Funde aus vier bedeutenden archäologischen Stätten des Landes.
Aus dem bronzezeitlichen Tepe Fullol im antiken Baktrien (ca.
2000 v. Chr.) stammen filigran gearbeitete Gold- und
Silberobjekte – die ältesten Stücke der Ausstellung. Aus Ai
Khanum, einer von Alexander dem Großen gegründeten Stadt
(4.-2.Jh. v. Chr.), werden Zeugnisse der
griechisch-hellenistischen Einflüsse am Rande der Steppe
präsentiert. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die
imposanten Goldfunde aus den sechs Gräbern in Tillya Tepe (1.Jh.
n. Chr.). Den Abschluss bilden die großartigen Funde von Begram.
Die kunstvoll gearbeiteten Elfenbeinobjekte (1.Jh. n. Chr.)
zeugen vom indischen Einfluss in dieser Region.
Das Deutsche Museum Bonn präsentiert in der Ausstellung
„Bonner Durchmusterungen – Argelander und sein astronomisches Erbe“ bis zum 5.4.
Argelanders Karten- und Katalogwerk. Der Direktor der Bonner Sternwarte
Friedrich Wilhelm August Argelander erstellte im 19. Jahrhundert mit seinen
Mitarbeitern das als „Bonner Durchmusterung“ berühmt gewordene Verzeichnis des
nördlichen Sternenhimmels mit Positionen von über 324 000 Sternen. Sie bildeten mit ihren Messungen ein Fundament
erfolgreicher Wissenschaft und verschafften dem astronomischen
Forschungsstandort Bonn großes Ansehen. Ausgestellt werden auch besonders
seltene Instrumente und Dokumente. Anlass ist das Internationale Jahr der Astronomie 2009
und das 150-jährige Jubiläum der „Bonner Durchmusterung“.
Das Frauenmuseum wurde von Marianne Pitzen, der heutigen
Direktorin, und einer Gruppe interdisziplinär arbeitender Frauen 1981 gegründet.
Damals war das Museum einzigartig in seiner Form und heute ist es eine
international anerkannte Institution. In den nun schon über 400 themengebundenen Ausstellungen
und umfangreichen Begleitprogrammen arbeiten Künstlerinnen und
Wissenschaftlerinnen zusammen, dabei entstehen sowohl Einzel- als auch
Gruppenausstellungen. Neben der bildenen Kunst wird mit weiblicher Kreativität
und Vielfalt auch Tanz, Musik und Literatur gefördert. Das Ägyptische Museum Das Ägyptische Museum besteht seit
März 2001. Der Grundstock geht in das 19. Jahrhundert zurück und gehörte damals
noch zur Antikensammlung der Klassischen Archäologie. Während der ersten Hälfte
des 20. Jahrhunderts wurde der Bestand durch zahlreiche Stücke aus verschiedenen
Grabungen in Ägypten erweitert. Die rund 700 Objekte der Dauerausstellung, wie
vergoldete Mumienmasken und Götterfi guren, vermitteln einen lebendigen Eindruck
der Hochkultur und des Totenkults am Nil.
www.aegyptisches-museum.unibonn.de Die
zehn weltweit populärsten Kunstmuseen bei TripAdvisor: die Klassiker vorne - Deutschland nicht vertreten
München (ots) - In Deutschland lebende Kulturfreunde
müssen sich wohl oder übel auf Reisen begeben, wenn sie eines der zehn weltweit
populärsten Kunstmuseen besuchen möchten. Dies gilt zumindest, wenn man die
aktuelle Rangliste von TripAdvisor, der weltweit größten Online-Reise-Community,
zugrunde legt. Diese basiert auf der Anzahl der Mausklicks für die Museen auf
den Webseiten von TripAdvisor. Hier liegen die Klassiker auf den vorderen
Plätzen, während man ein deutsches Kunstmuseum in der Top-Ten-Liste vergeblich
sucht. Die gute Nachricht ist, dass jede der Heimatstädte der populärsten
Kunstmuseen auf jeden Fall eine Reise wert ist - ob mit oder ohne Museumsbesuch.
mehr
„Tutanchamun
– Sein Grab und die Schätze“ (24.9. – 20.3.2011, Köln, EXPO XXI,
Gladbacher Wall)
Vibracion.
Moderne Kunst aus Lateinamerika (17.9. – 30.1.2011, Bonn, Kunsthalle)
Roy
Lichtenstein. Kunst als Motiv (2.7. - 3.10., Köln)
Thomas
Schütte (15.7. – 1.11., Bonn, Kunsthalle)
Afghanistan.
Gerettete Schätze - Die Sammlung des Nationalmuseums in Kabul
(11.6.-3.10., Bonn, Kunsthalle)
Argelander
und sein astronomisches Erbe (Bonn, Deutsches Museum)
Bonner
Kleinod - das Frauenmuseum

Aus einem alten Renaissance-Garten hervorgegangen, nennt die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn einen der schönsten und traditionsreichsten Botanischen Gärten Deutschlands ihr eigen.
Rund 8000 Pflanzenarten, also das Vielfache der in der Bundesrepublik natürlich vorkommenden Arten, werden auf 6,5 Hektar kultiviert.
Man nimmt heute an, daß es weltweit etwa 30 Millionen verschiedene Pflanzen- und Tierarten gibt; davon sind knapp 1,4 Millionen Arten bekannt und mit einem wissenschaftlichen Namen belegt. Die restlichen 95 % werden wir nie mehr vollständig kennenlernen: Die Zerstörung der Habitate (insbesondere der Regenwälder) schreitet schneller voran als eine Bestandsaufnahme möglich ist.
Und gerade hier, in der dringend notwendigen Erforschung der Vielfalt und Ökologie sowie des Schutzes von
weiter zum Botanischen Garten
weiter zum Kunstmuseum
weiter zur Kunst- und Ausstellungshalle
weiter zum Haus der Geschichte
weiter zum Deutschen Museum Bonn
weiter zum Museum Koenig
www.bonner-galerien.de
- Bonner Galerien stellen sich vor
XWorks - Museen und Galerien im Rheinland
- Kunst- und
Kulturführer Köln/Bonn/Rhein-Sieg.
zurück zur Szene Bonn - Homepage